[Reminder] CocoaPods – 0.34.4 funktioniert nicht, 0.33.1 installieren

Bei keinem meiner Entwicklungsmacs funktioniert CocoaPods 0.34.4 – einzig das Downgrade oder die frische Installation von CocoaPods 0.33.1 tut bei mir.

Wenn man manuell die Version 0.33.1 installieren will, führt man diese Anweisung auf dem Terminal aus:

sudo gem install cocoapods -v 0.33.1

Anschließend werden die Pods auch wieder gebaut.

Officehelden.com – Hilfe naht!

Officehelden - Hilfe naht!

Sie haben ein Problem mit MS Office? Dann ist unser neuer Service Officehelden.com genau das Richtige für Sie.

Ab sofort bietet Ihnen die Samaschke UG einen kompletten Service rund um Microsoft Office – für Access, Excel, Powerpoint, Word oder Outlook, und natürlich auch für Office 365. Sie können unseren Vor-Ort-Service in Berlin / Brandenburg nutzen, Sie können Schulungen buchen und auch Programmierdienstleistungen (etwa für Excel-Makros, VBA- oder VSTO-Projekte) in Anspruch nehmen.

Probieren Sie es aus – das Team steht Ihnen ab sofort zur Verfügung!

#NotMyWM

Falls es irgendwer noch nicht mitbekommen haben sollte – etwa, weil er in einer anderen Galaxie weilt, tot oder im Koma ist – nur kurz zur Erinnerung: In Brasilien findet derzeit die Fußball-WM statt. Oder anders ausgedrückt: Der totale Kommerz. Oder auch: Die vollständige Volksverdummung. Alternativ: Die komplette Zwangshysterie.

Ich bin gerne bereit, jedem Fußballfan seine Spiele, samt Vor- und Nachberichterstattung, sein Public Viewing, seine Schichtwechsel aufgrund von Spielansetzungen und gerne auch seine Begeisterung zu gönnen. Wegen mir sogar die Winke-Angie, die ja offensichtlich dazu gehört. Alles kein Ding, ich mag Fußball.

Aber, liebe Medien und liebe Fahnenschwenker, liebe Schlaaaaaaaaaand-Gröhler und Nationalfarben-Anschmierer: Bitte nehmt zur Kenntnis, dass mir eure Zwangshysterie, die ausführlichste Hofberichterstattung, das ständige Herunterzählen bis zum nächsten deutschen Spiel, eure nationale Brille und das komplette Über-Alles-Stellen-Und-Den-Verstand-Abschalten-Nur-Weil-Schlaaaaaaaaaaand-Spielt einfach nur auf den Sack geht.

Die Welt bleibt nicht stehen, weil einige Dutzend Millionäre gegeneinander kicken und ihr vor lauter Nationaltrunkenheit nicht mehr denken könnt. Und ob ihr es glaubt, oder nicht: Es gibt auch anderen Sport, es gibt brandaktuelle Politik, es gibt Armut und bewaffnete Konflikte. Auch und gerade jetzt. Und genau deshalb empfinde ich eure Zwangshysterie und das andauernde Betonen der WM als unerträglich.

Get a life.

This blog is not dead

Yet.

Umweltfreundlich? Schnell? Preisgünstig? Muhahaha!

Umweltfreundlich oder zumindest schnell reisen? Von Berlin nach München? Vergiss es!

Ich habe eben für eine kurzfristige Terminanfrage mal die üblichen Verdächtigen gechecked:

  • Bahn: Mind. 200+ EUR (zzgl. Parken am Bahnhof, zzgl. Tickets in der Stadt) und ca. 8h (inklusive An- und Abfahrt)
  • AirBerlin: Mind. 500+ EUR (zzgl. Parken am Flughafen, zzgl. Tickets), ca. 4h inklusive An- und Abfahrt, dafür wird man aber wie ein Terrorist behandelt
  • Germanwings: Mind. 400+ EUR (zzgl. Parken am Flughafen, zzgl. Tickets), ca. 4h inklusive An- und Abfahrt, dafür wird man aber wie ein Terrorist behandelt
  • Auto: Sprit ungefähr 150,00 EUR (zzgl. Parken in der Stadt, anteilige Nebenkosten vielleicht nochmal 100,00 EUR), ca. 6h von Haustür zu Haustür, und ich habe meine Ruhe.

Hmmmm.

Neosprech: Leistungsträger der Gesellschaft

“Leistungsträger der Gesellschaft” ist eine Wortkombination, die gerne von (angeblich) liberalen und (wert-) konservativen Politikern verwendet wird. Dabei wird “Leistungsträger” mit “besserverdienend” übersetzt und meint letztlich niemand anderen, als eine Personengruppe, die ein hohes Einkommen erzielt.

Und das, mit Verlaub, ist widerlichster Neosprech.

Ich finde es wirklich absonderlich, Leistung mit Geld gleich zu setzen. Das weiß im Grunde jeder Freiberufler und Selbstständige, das weiß auch jeder Unternehmer und es weiß auch jeder Angestellter: Leistung und Geld sind nicht synonymisch. Noch nicht einmal verwandt.

Oder wie ist es zu verstehen, dass eine Krankenpflegerin soviel weniger Geld als ein – beispielsweise – Fachangestellter eines größeren Unternehmens erhält? Arbeitet sie weniger? Leistet sie weniger? Ist ihre Arbeit weniger wertvoll?

Wie ist das mit gleicher Arbeit bei Frauen und Männern – die müssten doch dann beide gleich viel verdienen. Machen sie aber nicht, Frauen verdienen gerne mal 1/3 weniger als Männer. Bei gleicher Arbeit. Also müssten sie – nach der Logik, wonach Leistung mit Geld gleichzusetzen wäre – 1/3 weniger leisten. Per se und grundsätzlich.

Was ist mit dem Manager eines Unternehmens, der gerne mal das zwanzig-, dreißig-, vierzig-, fünfzigfache eines einfachen Angestellten verdient. Leistet der entsprechend mehr? Arbeitet der entsprechend länger? Denkt der entsprechend schärfer? Macht der entsprechend weniger Fehler?

Auch fein: Verliere ich als Freiberufler meinen Status als “Leistungsträger der Gesellschaft”, wenn ich Überstunden mache, die ich meinem Kunden nicht in Rechnung stelle und somit mein Einkommen nicht steigere?

Noch besser: 1-Euro-Jobber. Die gehen für 1,– EUR die Stunde arbeiten. Oder Friseure, die teilweise Tarifverträge mit 4-5 EUR Stundenlohn haben. Dagegen ein Handwerksmeister oder ein Anwalt oder ein freiberuflicher Software-Entwickler, ein Steuerberater, manche Ärzte – hier fangen die Stundenlöhne mindestens mal im oberen zweistelligen Bereich an. Leisten diese Leute bis zu hundert Mal mehr, als die 1-Euro-Jobber oder die Friseure? Sind sie damit die Leistungsträger der Gesellschaft?

Natürlich nicht!

Der Begriff des “Leistungsträgers der Gesellschaft” ist nichts anderes, als eine zynische Umschreibung von “Besserverdienender, dem das Wohl der Gesellschaft im Grunde total wumpe ist”. In diesem Kontext wird er jedenfalls gebraucht, denn herangezogen wird er stets, wenn es darum geht, höhere Abgaben zu vermeiden und die Ungerechtigkeiten des Spitzensteuersatzes zu beschreiben. Ungerechtigkeiten für die “Leistungsträger der Gesellschaft”, wohlgemerkt. Denn die Nicht-Leistungsträger kommen da nie im Leben hin.

Neosprech at its best.

Das iPhone-5C-Missverständnis

iPhone 5CAls Apple gestern seine iPhone-Modelle für die nächsten Monate veröffentlichte, war das Urteil – auch von mir – schnell gefällt: Ja, Fingerabdruckscanner und 64-Bit-Prozessor beim iPhone 5S sind durchaus cool, aber Innovationen sehen anders aus. Enttäuschend, zumal statt eines Billig-Gerätes ein Gerade-mal-100-EUR-günstiger-iPhone 5C nachgeschoben worden ist.

 

Letzteres wird – sicher nicht zu unrecht – zum Ziel des Spotts von verschiedenen Seiten – gerade Nokia hat das Farbelement in seinen Lumia-Smartphones in den letzten Jahren sehr erfolgreich betont. Insofern ist es sehr naheliegend, Apple zu unterstellen, dass ihnen die Innovationskraft und die Marktanteile ausgehen (werden).

Aber: Ist dem so?

Schauen wir uns doch mal das iPhone 5C genauer an. Das sollte – so forderten es Analysten (also Außenstehende) – den billigen Android- und WindowsPhone-Geräten Konkurrenz machen und neue Käuferschichten erschließen. Das wird es, bei einem Preis, der gerade einmal 100,– EUR unter dem des iPhone 5S liegt, ganz sicher nicht tun, jedenfalls nicht über den Preis. Und das war ja letztlich das, was die selbsternannten Experten gefordert haben.

Nur: Eigentlich hat Apple gerade eine ganze Menge richtig gemacht, denn sie sind eben nicht der Forderung, alles pauschal billig(er) zu machen, gefolgt. Weil sie wissen, dass das letztlich ihren Markenkern, nämlich hochwertige Technik zu hochwertigen Preisen anzubieten, beschädigt hätte. Ein Apple-Gerät darf einfach nicht billig sein. Es kann billiger werden, das ja, aber nicht billig. Um das Spitzenmodell nicht zu gefährden, mussten deshalb Unterscheidungsmerkmale gefunden werden – in Gehäusematerial, Design und Farbgebung geschah dies.

Damit erschließt sich Apple letztlich die geforderten (und benötigten) neuen Käuferschichten, nämlich die Leute, denen das bisherige iPhone einfach zu langweilig, zu teuer, zu angeberisch und zu piefig geworden ist. Das iPhone 5C muss nicht billig sein, es muss für Apple einfach nur anders sein, als es das iPhone 5S ist. Genau das tut es, es greift den Trend der farbigen Gehäuse auf, es macht den Einstieg in aktuelle Apple Hardware günstiger (im Grunde trägt es ja nur die Technik des iPhone 5 aus dem letzten Jahr auf), es gibt Apple die Möglichkeit, viel häufiger neue Geräte auf den Markt zu bringen (eine Frühjahrs-Kollektion, eine Sommer-Kollektion, eine Herbst-Kollektion, etc.), es erlaubt es, sich wesentlich jünger und spritziger zu präsentieren, ohne die bisherige Zielgruppe zu vernachlässigen und letztlich bringt es mehr Geld in die Kasse, denn in der Herstellung dürfte es aufgrund des einfacheren Gehäuses günstiger sein.

Nein, das iPhone 5C ist sicher kein Innovationswunder und es ist auch ganz sicher kein Einstieg ins Billigsegment – aber wenn man mal drüber nachdenkt, ist es eine sehr, sehr clevere Lösung für Apple, gleich aus mehreren Sackgassen heraus zu kommen. Und insofern ist es alles andere als ein Missverständnis.

Hallo Herr Benz,

Danke, dass Du in Form des Assistenten der Geschäftsführung der in der Nähe des IKEA befindlichen Mercedes Niederlassung im Osten Berlins, die sich übrigens nur 600m von einem sehr empfehlenswerten “Car Media”-Spezialisten befindet (http://www.acr-bb.de/Inhalt/index.php), zurückgerufen hast, um eine Lösung für meine Probleme mit der A-Klasse W176 herbei zu führen.

Wir hatten ein gutes Gespräch über die Probleme, es sind kurzfristige Problemlösungen mit Stichtag Donnerstag in Sicht. Damit ist die Grundproblematik sicherlich noch nicht ausgeräumt, aber ich habe das erste Mal seit Monaten das Gefühl, dass man mich (uns) und meine (unsere) Probleme ernst nimmt.

Lieber Herr Benz, ich halte Dich auf dem Laufenden.

Lieber Herr Benz,

Meine Kollegen und ich fahren seit Ende Dezember 2012 A-Klassen. Baureihe W176, die wir in einer ungenannten Niederlassung im Osten Berlins nicht all zu weit vom Tierpark weg und nahe des IKEAs gekauft haben. Tolles Auto, wirklich. Wir wussten, als wir das Auto bestellten, dass wir Modelle aus der ersten Serie bekämen – da kann man immer mal einen Fehler haben, da sind wir auch absolut kulant eingestellt. Gewesen.

Das Abhol-Omen

Wir haben uns für die Abholung im Werk in Rastatt entschieden, denn eine Werksführung wäre doch mal spannend gewesen und außerdem waren die Überführungskosten ziemlich hoch. Einer von uns konnte sein Fahrzeug vor Weihnachten abholen, zwei von uns (samt Kind, das sich schon tagelang auf die Werksführung freute) waren dann in der Woche nach Weihnachten an der Reihe. Leider hatte niemand dem geschulten Verkaufsmitarbeiter bei Mercedes verraten, dass die zugesagte (und schriftlich garantierte) Werksführung zwischen Weihnachten und Silvester aufgrund von Werksferien gar nicht möglich war. Lange Gesichter überall, die auch durch die drei lapprigen Brötchen und den kalten Kaffee im Abholungszentrum nicht glücklicher wurden. Erst, als wir die Autos bekamen, war der Tag, an dem wir 800km quer durchs Land kutschierten, gerettet. Und die Autos waren (und sind) toll!

Das Nach-Rechts-Zieh-Dilemma I

Anfang Januar begann das Auto eines Kollegen plötzlich nach rechts zu ziehen. Etwas später tat es das nicht mehr. Etwas später tat es das wieder. Es folgten mehrere Werkstattaufenthalte in besagter Niederlassung, am Ende stand die Aussage, dass es sich um ein Software-Problem handele und man uns informieren würde, wenn es ein Software-Update gäbe. In der Zwischenzeit müssten wir halt mit dem Problem leben. Was ja auch ging, denn es trat sporadisch, nicht dauerhaft auf.

Das HeadUnit-Problem I

Anfang Juni ging die HeadUnit für das Radio- / Navigationssystem meines Autos kaputt – kein Navi mehr, kein Bluetooth-Audio, keine Rückfahrkamera, kein Media-Interface. Fällt alles unter Kinderkrankheiten, insofern kein Problem, Mercedes wird das ja richten. Wir vereinbarten also einen Werkstatttermin, den wir gleich mit der 2.000km später fälligen Durchsicht kombinierten.

Laut Aussage des Meisters bei der Annahme des Fahrzeuges wäre alles am Abend des nächsten Tages (das wäre ein Dienstag gewesen) erledigt, deshalb könne man uns nur für Mo und Di einen Werkstattersatzwagen kostenlos zur Verfügung stellen, ab Mittwoch würden wir das Fahrzeug dann als Mietwagen bezahlen müssen. Da ich in der Woche bei einem Kunden 500km entfernt zu tun hatte, nahmen wir dieses Angebot an.

Am Samstag wollte ich mein Fahrzeug abholen und erfuhr, dass die HeadUnit nicht repariert sei, da man diese am Freitag erst bestellt habe und noch keinen Liefertermin nennen könne. Bis einschließlich Freitagabend habe man “alles mögliche probiert, um die HeadUnit wieder in Gang zu bekommen”, so die Aussage des Meisters. Auf meinen Einwand hin, dass somit die Reparatur ja am Dienstag nicht abgeschlossen gewesen sei und ich deshalb nicht einsähe, für einen Mietwagen zu bezahlen, den ich gar nicht genutzt hätte (die Reparatur war ja nicht abgeschlossen), wurde man erst etwas pampig und rang sich dann dankenswerter Weise einen Nachlass von 50% auf den Mietwagenpreis ab.

Das Nach-Rechts-Zieh-Dilemma II und das Hagel-Fiasko I

Wie gesagt, war die HeadUnit nicht repariert und ich durfte mich in Geduld üben. Während dieser Übung stand mein Auto in einem Hagelschauer (die Schäden waren wirklich heftig) und es trat das gleiche Nach-Rechts-Lenken-Problem auf, wie beim Kollegen. Wir sind also bei nächster Gelegenheit erneut zu besagter Niederlassung gefahren und haben einen Termin für die Reparatur und die Sichtung der Schäden vereinbart. Die Reparatur wurde auch durchgeführt, ein Software-Update bei meinem Fahrzeug eingespielt. Der Kollege wüsste übrigens, wenn er sich auf die Niederlassung verlassen hätte, bis heute nichts vom Software-Update für sein Fahrzeug.

Das HeadUnit-Problem II

Zum Glück traf in der folgenden Woche die HeadUnit für mein Fahrzeug ein. Ich gab mein Auto also gegen 10 Uhr ab, gegen 13 Uhr sollte ich es repariert zurück erhalten. Mercedes hielt exakt 50% der Vorhersage ein – ich erhielt mein Fahrzeug pünktlich zurück. Nur leider war die HeadUnit nicht repariert, denn aus komplett nicht ersichtlichen Gründen habe diese Probleme gehabt, mit dem Navigationssystem des Fahrzeugs zu kommunizieren. Logische Konsequenz für Mercedes: Man baut einfach das defekte Gerät wieder ein.

Das HeadUnit-Problem III und das Hagel-Fiasko II

Einige Tage später konnte Mercedes uns einen Termin für die Reparatur der Hagelschäden nennen. Wir vereinbarten bei der Gelegenheit, doch gleich die defekte HeadUnit zu tauschen. Als ich das Fahrzeug abgab, konnte das die Karosserieabteilung leider nicht beauftragen und ich durfte mich selbst noch mit dem Meister am Service-Empfang auseinandersetzen. Laut Aussage von Mercedes sollte die Reparatur der Hagelschäden in einer Spezialwerkstatt etwa zehn Tage dauern, wir vereinbarten also die anschließende Reparatur der HeadUnit und die Abholung des Fahrzeuges am Samstag nach besagtem Schätz-Termin. Ebenfalls vereinbarten wir, dass wir von der Niederlassung zeitnah auf dem Laufenden gehalten würden, wenn es denn Probleme gäbe.

Nachdem wir am Samstag nach zwei Wochen (mit kostenpflichtigem Mietwagen) bei Mercedes anriefen, erhielten wir die Auskunft, dass das Fahrzeug leider “nicht mitgekommen” sei. Auf unsere etwas verständnislose Nachfrage, was das erstens bedeute und wann wir denn zweitens das Fahrzeug wieder nutzen könnten, erhielten wir die Auskunft, dass der Stoßfänger noch nicht repariert sei und man derzeit leider keine Aussagen über Lieferzeiten für Stoßfänger für die A-Klasse W176 tätigen könne. Auf unseren dezenten Einwand hin, dass der Stoßfänger doch nicht beschädigt gewesen sei, versicherte man uns, dass dem doch so gewesen sei und dass man den Hagelschaden am Plastikstoßfänger nur nicht hätte sehen können. Spätestens jetzt fühlten wir uns doch ein wenig verarscht und ließen unseren Unmut deutlicher durchblicken, woraufhin man uns ab diesem Zeitpunkt die Bezahlung des Mietwagens erließ.

Das HeadUnit-Problem IV und das Hagel-Fiasko III

Mittlerweile sind weitere zehn Tage ins Land gegangen. Wir haben heute von Mercedes einen Anruf erhalten, bei dem man uns mitteilte, dass das Fahrzeug nunmehr aus der Spezialwerkstatt zurück gekommen sei und auch die neuen Stoßfänger angebaut wären. Nunmehr fehlten nur noch ein paar Zierleisten und die HeadUnit müsste auch noch repariert werden. Aus mir völlig unerfindlichen Gründen war man in der Niederlassung sehr erstaunt, dass unsere Seite nicht sofort ein Denkmal für die fleißigen Mercedes-Helden erbauen wollte, sondern darauf bestand, das Auto nur vollständig repariert zurück zu nehmen.

Das Debakel

So, Herr Benz. Was Du jetzt hast, sind drei unzufriedene Mercedes-Fahrer. Nicht, weil Deine Autos schlecht wären, im Gegenteil: Ich liebe meine A-Klasse, sondern weil der Service in Deiner Niederlassung im Osten Berlins einfach komplett für den Hintern ist. Meine Kollegen tendieren aktuell zu BMW, ganz generell haben wir von Deinen Niederlassungen und ihrem Nicht-Service absolut die Nase voll (Deine Niederlassung in der Mitte Berlins hatte auf unsere Anfragen Mitte letzten Jahres noch nicht einmal reagiert). Unsere Serviceleistungen, die Du ja eh bezahlst, werden wir zukünftig bei einem kleineren Mercedes-Händler in Anspruch nehmen.

Echt, Herr Benz. Premium geht anders. Kommunikation könnt ihr nicht. Verlässlichkeit ist kein Ziel für euch. Kundenzufriedenheit interessiert euch nicht. Und weißt Du was: Du bist drauf und dran, drei eigentlich begeisterte A-Klasse-Fahrer an die Konkurrenz zu verlieren.

Schäm Dich.

Office 365: Link zur Exchange-Verwaltungskonsole

Beim aktuellen Release von Office 365 für Small Business, hat man leider den Link zur Exchange-Verwaltungskonsole vergessen. Diese wird benötigt, um beispielsweise Benutzern E-Mail-Aliase zuzuweisen.

Die Lösung ist zum Glück relativ einfach: Man melde sich an seinem Office 365 an und rufe Outlook auf. In der Addresszeile des Browsers steht nun eine Angabe a’la

https://podXYZ.outlook.com/owa/…

Diese ändere man einfach in

https://podXYZ.outlook.com/epc/

und erreicht damit – die entsprechenden Rechte vorausgesetzt – die Exchange-Verwaltungskonsole.

Muss einem ja gesagt werden…

Das Projektvermittler-Elend

Wenn man im IT-Umfeld als Freiberufler oder kleine Firma unterwegs ist, dann stellt man schnell fest, dass viele größere potentielle Kunden nur noch mit Projektvermittlungsfirmen arbeiten. Deren Aufgabe besteht darin, dem Kunden die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für ein Projekt abzunehmen und ihm letztlich eine handverlesene Kandidatenliste vorzulegen, bei denen sicher ist, dass sie verfügbar sind und dass sie über die geeigneten Qualifikationen verfügen. Der letztlich ausgewählte Kandidat erhält einen (je nach Projekt) geringfügig bis deutlich geringeren Stundensatz, dafür aber die Gewähr, dass Stunden und Zahlungen korrekt und zeitnah abgewickelt werden, denn sein Vertragspartner ist die Projektvermittlung. Die Projektvermittlungsfirma lebt von der Differenz beim Stundensatz gegenüber Auftraggeber und Auftragnehmer. Eine durchaus komfortable Situation für alle Seiten also.

Die Probleme treten im Vorfeld vor dem Vertragsabschluss auf: Kunden beauftragen häufig mehr als eine Projektvermittlungsfirma, nach dem geeigneten Kandidaten zu suchen und die Projektvermittlungsfirmen erwarten vom potentiellen Auftragnehmer, dass der sich erstens exklusiv über die jeweilige Firma vermitteln lässt und zweitens während des Vermittlungsprozesses keine anderen Projektvermittlungen für sonstige Projekte wahr nimmt. Problematisch sind beide Dinge, da manche Kunden eine Entscheidung für oder wider einen Kandidaten vom Stundensatz abhängig machen, den die Projektvermittlung ihm gegenüber aufruft, was aber für den Kandidaten absolut intransparent ist und sich Kunden manchmal auch fünf, sechs Wochen Zeit für eine Entscheidungsfindung lassen und man – zumindest in Bezug auf Projektvermittlungen – in der Zeit letztlich unbezahlt herumsitzt und wartet, wenn man die geforderte Exklusivitätserklärung unterschrieben hat. Deshalb machen wir letzteres nicht mehr.

Das alles vorausgeschickt und erklärt, gab es gestern folgendes Szenario zu bestaunen:
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Das BILD-Problem

Als BILD-Redakteur hat man es nicht leicht, denn man muss darüber berichten, wie verdiente Fußballer des Volkes Fußballprofis von Fans angegangen werden. So wie letztes Wochenende im Fall von Timo Hildebrand, Torwart des FC Schalke 04:

Die Fan-Wut eskaliert. Im Visier immer häufiger die Spieler der eigenen Vereine. Timo Hildebrand ist nicht der erste Profi, der bei facebook attackiert wurde. (…)

Woher kommt der Hass gegen eigene Spieler?

Nun, das BILDblog hilft der BILD-Zeitung da gerne auf die Sprünge: http://www.bildblog.de/47401/woher-kommt-der-hass/.

Die Samsung-Aussage

Liebe werbetreibende Industrie:

ICH WILL KEIN SAMSUNG GERÄT HABEN!

Mich interessiert diese Marke nicht, ich finde sie zweitklassig, ich mag das Design und die Features nicht, ich stehe nicht auf Billigplastik. Ich will kein Galaxy Note, ich will kein Galaxy S4, ich will keinen Samsung-Fernseher, ich will kein Samsung Notebook, kein Samsung Tablet und keinen Samsung Staublappen.

Ich mag Firmen nicht, die Features und Designs abkupfern, statt kreativ zu sein. Ich mag Firmen nicht, die Achtkern-Prozessoren anbieten müssen, weil ihre ach so modernen Betriebssysteme sonst nicht laufen würden. Ich mag Firmen nicht, die hemmungslos zweitklassig sind und das als Erstklassigkeit verkaufen.

Ich mag Samsung einfach nicht. Also bitte, lasst mich damit in Ruhe.

Das Zypern-Exempel

Zypern ist ein Land, in dem russische Oligarchen ihre Milliarden anlegen, eine Steueroase und der Hort der Undankbarkeit in Bezug auf das ESM-Hilfsangebot. Eindeutig und klar.

Jetzt echt? Ist das so eindeutig und klar?

Ja, in Zypern legen auch (nicht nur) russische Investoren (die NachDenkSeiten analysieren einmal den Unterschied zwischen Investoren und Oligarchen) ihr Geld an. Ja, Zypern hat vulgär niedrige Firmensteuersätze (10% statt 12,5% in Irland, letzteres gilt nicht als Steueroase, jedenfalls nicht in den Medien). Ja, Zypern hat ein (gewaltiges) Liquiditätsproblem. Ja, Zypern hat einen gewaltigen Bankensektor.

Das größere Problem aber ist das ESM-Hilfsangebot.

Inhaltlich geht es darum, dass Zypern mehr als 16 Mrd. EUR benötigt, um seine Liquidität und die Liquidität seiner Banken sicher zu stellen. Die europäischen Finanzminister bieten 10 Mrd. EUR als Hilfe an, die restlichen 6 Mrd. EUR muss Zypern selbst aufbringen. Dabei ist Zypern n i c h t freigestellt, wie es das macht, sondern es muss die Kunden der Banken daran beteiligen (bis 100.000 EUR Guthaben müssen 6,75% abgeführt werden, darüber hinaus 9,9%). Das gilt für alle Kunden, so ist es jedenfalls ursprünglich gefordert worden (siehe bei der Tagesschau). Darüber hinaus muss Zypern seine Firmensteuersätze auf 12,5% erhöhen und die Leistung des Bankensektors muss auf das 3,5fache der Wirtschaftsleistung begrenzt werden (aktuell ist es das 8fache).

Das ist in der Form kein Hilfsangebot, das ist ein Exempel. Dadurch würde der Bankenplatz Zypern in die Steinzeit zurückgebombt. Aber das ist eigentlich nebensächlich, denn es geht weniger um die Größe des Bankensektors, als um eine klare Ansage. Und um die Frage, wer davon profitiert.

Die Finanzminister der Euro-Zone haben bewusst ein Exempel statuiert, bei dem der Euro-Raum (ohne Zypern) in jedem Fall der Gewinner ist. Es ist offensichtlich, dass Otto Normalsparer in Zypern einen durchaus spürbaren Teil seiner – bestenfalls – Ersparnisse abgeben soll. Was wäre denn die Reaktion der Betroffenen, wenn das so umgesetzt werden würde? Proteste? Bürgerkrieg? Irgendwas dazwischen? In jedem Fall hätte es heftigste Unruhen gegeben, denn 6,75% eines kleinen Guthabens bemerkt der Betroffene viel unmittelbarer, als 9,9% von hunderten Millionen EUR. Effektiv hätte also der Durchschnittsbürger die Zeche zu bezahlen gehabt, Großanleger hätten sich zwar geärgert, aber bis auf eine recht kurzfristige Zins-Gewinndelle eher nichts gemerkt. Das kann Politik nicht mehr vermitteln, das ist bestenfalls politischer Selbstmord.

Der Gedanke hinter den genannten Konditionen war deshalb auch nicht, ein ernstgemeintes und annehmbares Hilfsangebot zu unterbreiten (was die Reaktionen der zypriotischen Bevölkerung auch deutlich gezeigt haben), sondern es ging um ein Exempel. Zypern dient hier nur als Beispiel. Man versetze sich einmal in die Rolle eines italienischen, griechischen, spanischen oder portugiesischen Regierungschefs, der ggf. auch (oder wieder) die Hilfe des ESM in Anspruch nehmen muss – welche Optionen hat der denn zukünftig (denn wer glaubt daran, dass bei den nächsten Angeboten grundsätzlich hinter eine derart gezogene Linie zurückgegangen wird)?

Entweder er verklickert seiner Bevölkerung, dass sie um mindestens 6-10% ihres Guthabens erleichtert wird (bzw. analoge Regelungen ertragen darf), oder … er tritt freiwillig aus dem Euro-Raum aus. Denn genau das ist die Message des Hilfsangebots – enteigne Deine Bevölkerung oder tritt aus. Regierungschefs, vor so eine Wahl gestellt, würden sich wahrscheinlich für die Alternative des Austritts entscheiden, denn dann besteht wenigstens die vage Möglichkeit, irgendwie durch- und nach einiger Zeit wieder auf die Beine zu kommen.

Das ist dann letztlich eine Win-Win-Win-Situation für alle Anderen:

  • Entweder die Bedingungen des Hilfsangebots werden angenommen (Win)
  • Oder das Land tritt aus dem Euro-Raum aus, führt eine eigene Währung ein und sieht, wie es zurecht kommt (Win, denn das Problem ist kein eigenes Problem mehr, der EUR wird gestärkt)
  • In jedem Fall muss das Land hinterher wirtschaftlich wieder aufgebaut werden – dank der eigenen stärkeren Wirtschaft kann man daran partizipieren (Win)

Bevorzugt wird – das hat man ESM-Angebot an Zypern gesehen – der Austritt, denn der kommt kurzfristig billiger, beruhigt die Börsen (ja, das ist auch ein Bonbon für die Finanzindustrie) und sorgt dafür, dass die eigene Kreditwürdigkeit keinesfalls ruiniert wird. Eine Sorge weniger also. Und genau das war die Intention des ESM-Angebots.

Dazu kommt, dass man das beispielsweise in einem deutschen Wahlkampf wunderbar verwenden kann (passt aber auch auf andere europäische Länder):

  • Man hat Härte gegenüber den “Sündern” gezeigt
  • Man hat kein gutes deutsches Geld den nichtsnutzigen Südländern hinterher geworfen
  • Die Sozis müssen entweder unsoziale Bedingungen tragen oder können als verantwortungslose Rettungsverhinderer hingestellt werden
  • Die aufkommende rechte bürgerliche und euroskeptische Konkurrenz (AfD) kann klein gehalten werden, schließlich sorgt man für Recht und Ordnung

Die anderen europäischen Länder ziehen mit, denn sie wissen, dass erstens ihre Bevölkerung kaum mehr Verständnis für einen weiteren Geldfluss gen Süden hätte und zweitens gegen Deutschland eh kaum mehr etwas läuft. Zudem ist es viel einfacher, mit dem Finger auf Deutschland zu zeigen – und unser GröFAZ (Größter Finanzminister aller Zeiten) nimmt die Rolle des harten Burschen gerne an.

Letztlich ist das dann deutscher Wahlkampf, ausgefochten auf dem Rücken der Zyprioten und mit der klaren Ansage gegenüber den anderen problembehafteten europäischen Staaten, dass sie entweder härteste Bedingungen zu ertragen hätten oder den Euro-Raum verlassen müssten.

Epic Win.

Das HTC-Dilemma

HTC LogoIch mag HTC. Irgendwie scheine ich damit aber langsam ein belächelter Exot zu werden, denn die Marktanteile von HTC befinden sich seit geraumer Zeit im Sinkflug.

Als ich mir gestern das HTC 8S Windows Phone im Saturn für sehr günstige 249,– EUR ohne Vertrag gekauft habe, wurde mir mal wieder klar, warum das so ist:

HTC versagt beim Marketing.

Sorry, aber so muss man das wohl sagen, denn wie anders lässt sich erklären, dass die wirklich guten und schicken HTC-Smartphones im Moment weder angesagt noch irgendwie in den Medien wahrnehmbar sind?

HTC 8S

Nehmen wir besagtes HTC 8S, das hat ein paar wirklich coole Eigenschaften für ein nur 249,– EUR teures Gerät:

  • Es sieht wirklich schick aus
  • Das Design hebt sich von der Masse der Geräte ab
  • Die verwendeten Materialien sind ziemlich hochwertig
  • Das Display ist definitiv hochwertiger, als man für das Geld erwarten kann
  • Die Kamera ist absolut brauchbar

Alles gute Gründe, sich das Telefon zuzulegen, wenn man es denn wüsste, dass es das Telefon überhaupt gibt – und genau dort scheitert HTC.

Ich habe es mir gestern bewusst gekauft, aber andere potentielle Windows Phone-Käufer wissen schlicht nix davon und verlangen beispielsweise ein Lumia 620 von Nokia – auch ein gutes Telefon für den gleichen Preis, aber eben mit nicht so schickem Gehäuse, nicht so guter Kamera, preiswerteren Materialien und einfacherem Display (dafür aber mit mehr internem Speicher und mehr Software-Goodies – irgendwas ist ja immer… :-)).

Das muss am Marketing liegen, und wenn ich mir das mal anschaue, dann sehe ich zwar überall Nokia-Werbung, aber eben nix von und für HTCs Windows Phones. Read more »

Schreibt mir lieber eine Mail!

Ich habe heute früh bei Twitter und bei Facebook folgendes Posting abgesetzt:

Telefonate, Chats und Skype nur dann, wenn ich will. Schreibt mir lieber eine Mail.

Das mag für den einen oder anderen Zeitgenossen etwas harsch klingen, aber ich will es kurz erklären:

  1. Telefonate: Ich habe ein Mobiltelefon. Das hat einen Anrufbeantworter. Da kann man drauf sprechen. Das Telefon selbst ist meist lautlos gestellt, weil es ungemein nervt, wenn Projektvermittler, Telefonaquisitöre oder Kundenbetreuer anrufen. Sie zwingen mir eine Kommunikation auf und reißen mich aus meiner Arbeit. Dafür haben wir einen Kollegen, der solche Telefonate gerne entgegen nimmt – und wenn es Leute aus meinem Adressbuch oder Kunden sind (und ich es sehe), dann gehe ich da auch ans Telefon bzw. rufe zurück, wenn es passt. Letztlich will ich aber meine Arbeit machen können, das hat Vorrang. Außerdem sind Absprachen, die am Telefon getroffen worden sind, im Zweifelsfall auf irgendeiner Seite nie verbindlich, weil es die andere Seite nicht belegen kann.
  2. Chats: Ich chatte, wenn ich Zeit habe oder es ins Leben passt – aber bei der Arbeit möchte ich arbeiten. Eine kurze Anfrage im Sinne von “Hey, bist Du da” ist ok, aber die wird ignoriert, wenn ich zu tun habe. Ich sehe nicht ein, mir von anderen Menschen diktieren zu lassen, wann ich für ihre Chats verfügbar bin. Für Skype-Telefonate gilt das Gleiche, wir für normale Telefonate: Es reißt einfach unheimlich raus. Ich möchte lieber meine Arbeit erledigt bekommen, deshalb findet sowas für mich nur nach Absprache statt.
  3. Mails: Ja, Mails sind sooooooo unzeitgemäß. Weil: Ich kann darauf asynchron antworten. Wenn es mir passt. Niemand kann mir eine Kommunikation aufzwingen, weil es ihm passt. Das ist natürlich uncool. Aber für mich die einzige Art, wie ich meine Arbeit erledigt bekomme – bei mir gibt es keine Mailbenachrichtigungen mehr, keine akustischen Signale, keine Desktop-Anzeige, nix auf dem Lockscreen meiner Smartphones. Ich checke meine Mails, wenn es mir passt und ich mich damit auseinander setzen kann. Dann gibt es auch eine Antwort. Das ist für mich ideal – und ich bin auch gerne bereit, dies meinem Kommunikationspartner zuzugestehen. Dazu kommt, dass ich bei Mails viel leichter Absprachen belegen kann. Nein, für mich führt absolut kein Weg an Mails vorbei.

Also, der Hintergrund ist, dass ich meine Arbeit geschafft bekommen möchte. Und es partout nicht mehr einsehe, 24/7 für Projekte und Kunden erreichbar zu sein – letztere haben ihre Bürozeiten und wollen am Wochenende ihre Ruhe haben, das gleiche Recht nehme ich für mich in Anspruch.

Deshalb: Schreibt mir lieber eine Mail.

Dafür haben Sie sicher Verständnis…

Manchmal könnte man nur noch wild um sich schlagen…

Die Vorgeschichte: Ich bin Kunde bei der Berliner Sparkasse, Geschäftskunde. Als solcher habe ich nicht mit der normalen Kundenbetreuung zu tun, sondern mit der Business Line, einer Hotline und Kundenbetreuern, die sich eben ausschließlich um Geschäftskunden und deren Konten (auch privaten Konten) kümmern. Dafür bezahle ich ein paar EUR mehr im Monat, habe aber deutlich besseren Service und Support. Letzte Woche habe ich mir über eben diese Business Line eine alte Prepaid-Kreditkarte durch eine neue Karte ersetzen lassen – gleiche Kartennummer, gleiche PIN, eben einfach nur das Ersetzen der alten Karte.

Gestern bekam ich dann um 9.01 Uhr folgende SMS:

“Ein auffälliger Umsatz Ihrer Kreditkarte hat zur vorsorglichen Kartensperre geführt. Bitte rufen Sie uns an: (030) 2355 6130. Berliner Sparkasse”

Also rief ich dort an, und nach ein paar Sekunden Wartezeit landete ich bei einer Sachbearbeiterin, die sich mir leider nicht mit Namen vorstellte. Es wurde dann anhand meiner Daten die korrekte Kreditkarte ermittelt und folgender Dialog entspann sich (aus dem Gedächtnis):

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Frau Schavan und die Opferrolle

So, Frau Prof. Dr. Annette Schavan ist also (vorläufig) nicht mehr Dr., der Artikel wurde ihr von der Uni Düsseldorf aberkannt, da sie – laut Aussage der universitären Prüfungskommission – in ihrer Arbeit (verharmlosend ausgedrückt) abgeschrieben und die Quellen nicht genannt habe. Am gestrigen Samstag trat sie daraufhin von ihrem Posten als Bildungsministerin im Kabinett Merkel zurück.

Soweit die Tatsachen.

Aktuell wird an verschiedenen (nicht nur politischen Fronten) erbittert gekämpft, ob der Umgang mit Frau Schavan korrekt gewesen sei, oder nicht. Die Diskussion dreht sich um verschiedene Aspekte:

  • Ist die Universität korrekt vorgegangen, war die Arbeit des universitären Gremiums korrekt?
  • Darf man das überhaupt nach so länger Zeit noch machen? Und WER darf sowas überhaupt?
  • Ist es überhaupt Betrug, wenn man vergisst, Zitate als solches zu kennzeichnen und die Quellen anzugeben?
  • Musste die Ministerin denn unbedingt zurücktreten?
  • Zur Frage, ob der universitäre Untersuchungsausschuss korrekt gehandelt habe, als er Frau Schavan den Doktortitel aberkannt hat, kann man streiten. Hier sind im Moment Widerspruchsverfahren anhängig, das wird letztlich der Gesetzgeber zu entscheiden haben.

    Interessanter sind die folgenden Fragen. Widmen wir uns zunächst der Frage, ob man das (also die Analyse einer Doktorarbeit nicht in Bezug auf inhaltliche Qualität, sondern in Bezug auf das Einhalten wissenschaftlicher – und wohl auch moralischer – Standards zu untersuchen) nach dreißig Jahren überhaupt noch machen darf. Ganz klare Antwort: Ja, natürlich! Was hebt denn die Arbeit der Bildungsministerin über die Arbeiten anderer Doktoranden hinaus? Selbstverständlich darf man die Arbeit auch nach dreißig Jahren noch analysieren.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang ein häufiger vorgebrachtes Argument: Ja, man dürfe die Arbeit analysieren, aber man solle doch bitte nicht heutige Standards in Bezug auf die Qualität der Arbeit anlegen. Das sei schließlich ungerecht, damals habe es noch kein Internet gegeben und es sei schließlich nicht so einfach gewesen, an Literatur zu kommen (Fernausleihe, etc.). Dazu fällt mir eigentlich nur folgendes ein:

    Erstens ist es albern, zu fordern, die Arbeit müsse nicht heutigen Standards bezüglich des Zitierens genügen – auch vor dreißig Jahren galt, dass ein Zitat als solches zu kennzeichnen sei und das die Quelle anzugeben sei. Das ist ein Grundsatz wissenschaftlicher Arbeit, der auch durch andere Mediennutzungsmöglichkeiten nicht entkräftet wird – zitiere ich was, muss ich das kenntlich machen und die Quelle angeben. Punkt.

    Zweitens: Wenn ich irgendwo abschreibe und das nicht kenntlich mache, dann betrüge ich. Punkt. Das geht mir mit meinen Fachbüchern nicht anders, als Frau Schavan mit ihrer Doktorarbeit. Werde ich erwischt, kann ich dafür verurteilt werden – das ist mir ebenso bewusst, wie Frau Schavan. Und ein “versehentliches Zitieren” kann es nicht geben: Schreibe ich ab (und formuliere das vielleicht sogar bewusst um, um es zu verschleiern), mache ich das nicht versehentlich, sondern bewusst.

    Drittens: Frau Schavan und die falsch gekennzeichneten Zitate in ihre Doktorarbeit sind deshalb angreifbar, weil es keine Einzelfälle (also nur ein paar wenige Stellen in dieser Arbeit) waren. Niemand hätte ihr ans Bein pinkeln können, wenn es nur ein paar wenige Stellen gewesen waren. Dem war aber nicht so, die Arbeit hat – laut Aussage der Gutachter – eben wissenschaftlichen Kriterien nicht mehr entsprochen.

    Viertens: Es ist absolut keine Entschuldigung, dass es erst im Zuge der Zu-Guttenberg-Affäre aufgefallen ist und nicht schon dreißig Jahre vorher. Nur, weil es heute leichter ist, so etwas nachzuweisen, entschuldigt das doch nicht das (bewusste) Fehlverhalten damals.

    Fünftens: Es stimmt, dass bei anderen Doktorarbeiten nicht die gleichen Maßstäbe angelegt worden sind bzw. angelegt werden – der Großteil der Arbeiten wird nicht durchs VroniPlag gejagt und von Dutzenden oder Hunderten Freiwilligen analysiert. So what? Das ändert dennoch nix an den Mängeln – und vor allem an Frau Schavans Angreifbarkeit, in die sie sich selbst manövriert hat: Als in der Öffentlichkeit stehende Politikerin (meines Wissens nach ist sie dazu nicht gezwungen worden), als Bildungsministerin (sic!) und als die Person, die zu Zeiten der guttenbergschen Plagiatsaffäre (der unbenommerweise ein anderer Hintergrund und eine andere Motivation zugrunde lagen) mit der Aussage, dass sie sich zu fremdschämen würde, wenn sie plagiiert hätte, profilierte. Wer in die Küche geht, muss halt damit rechnen, dass es heiß wird – auch und gerade als Bildungsministerin. Das sie das nicht tat, lässt nur zwei Schlüsse zu: Das Gefühl der Ungreifbarkeit (gerade auch unter dem Schutz der Kanzlerin) und das Verdrängen der eigenen Verfehlung. Auch das sind keine Entschuldigungen oder Abschwächungen, und erst recht keine Gründe, die Doktorarbeit der Annette Schavan nicht unter die Lupe zu nehmen.

    Ganz spannend in diesem Zusammenhang ist noch die Frage, wer überhaupt das Recht habe, Doktorarbeiten zu untersuchen. Teile der Presse, vorzugsweise aus dem konservativen Lager, tendieren dazu, die Leute, die die Doktorarbeiten untersuchen, als “Wutbürger” abzuqualifizieren oder ihnen eine tiefe Verortung im jeweils anderen Lager anzudichten. Damit wären sie wohl nicht dazu qualifiziert, entnimmt man diesen Aussagen. Kurz gesagt: Das ist natürlich der komplette Oberschwachsinn – die Arbeiten sind öffentlich zugänglich, JEDER darf sich damit auseinander setzen. Und JEDER darf darin nach Plagiaten, nach nicht kenntlich gemachten Zitaten, nach handwerklichen Fehlern suchen. Dafür benötigt man keine Qualifikation – um daraus dann Konsequenzen zu ziehen, aber schon. Denn was geschieht denn, wenn der gemeine Wutbürger etwas gefunden zu haben glaubt: Er übergibt es – gerne auch in gesammelter Form – an die Universitäten und die Öffentlichkeit. Ab diesem Moment bewerten Fachleute das Material, ab diesem Moment sind es universitäre Gremien, die sich damit auseinander setzen und ggf. Untersuchungen anstellen oder Entscheidungen treffen. Die Diskussion bzw. die Richtung der Diskussion dient also nur dazu, die Plagiatsjäger zu diskreditieren und damit den gesamten Vorgang zu behindern und bestenfalls abzuwürgen. Und das ist aus meiner Sicht noch die angenehmere Deutung – unangenehmer wäre mir, wenn dahinter keine konkrete Absicht, sondern ein allgemeines und sehr elitenzentriertes Weltbild stecken würde…

    Die Frage, ob es tatsächlich Betrug im akademischen oder justiziablen Sinne sei, wenn jemand nicht korrekt zitiert, möchte ich nicht weiter vertiefen – meine Ansicht habe ich weiter oben dargestellt. Vielmehr interessiert mich am Ende noch der Aspekt, ob die Ministerin ihr Amt tatsächlich aufgeben musste – schließlich ist das Urteil doch nicht rechtskräftig, jedenfalls bisher nicht. Hier muss man nochmal betonen, dass Frau Schavan möglicherweise eine von Menschen als positiv wahrgenommene Politik machte – dies aber letztlich nicht der Gradmesser ist. Die Öffentlichkeit erwartet, dass sie die Konsequenzen zieht, sie ist letztlich auch zu einer Belastung für das Kabinett Merkel geworden und kann auch den Posten einer Bildungsministerin nicht mehr ausfüllen, da sie Entscheidungen nicht mehr mit der nötigen Durchsetzungskraft treffen kann, zu angegriffen ist sie im politischen Sinne derzeit. Deshalb ein klares Ja: Ja, sie musste zurücktreten, speziell auch nach ihren Aussagen in der Causa zu Guttenberg. Sie hat sich weit hervorgewagt – zu weit letztlich, mir fällt da immer das Sprichwort vom Glashaus und den Steinen ein.

    Zusammengefasst: Meiner Meinung nach gibt es keinen Grund, warum man Frau Schavan schonen sollte – Wenn sie umfassend abgeschrieben hat, hat sie gegen die Normen verstoßen und betrogen. Wenn sie betrogen hat, gehört ihr der Doktortitel aberkannt. Wenn ihr der Doktortitel aufgrund des Betrugs aberkannt worden ist, ist sie als Bildungsministerin nicht mehr zu halten.

    So einfach ist das manchmal.

    Sexismus-Debatte

    Liebe Kerle (und auch manche Frauen),

    Ich bin selber ein Kerl, aber wenn ich verfolge, wie ihr euch in dieser Debatte aufführt und was ihr für hanebüchene Begründungen (enger Pullover, aufreizendes Verhalten, …) dafür anführt, dass Frauen ja angeblich selbst daran schuld seien, wenn sie angemacht oder betatscht oder diffamiert oder sonstwie einfach schlecht von euch behandelt werden, dann könnte ich – gelinde ausgedrückt – einfach kotzen!

    Ganz deutlich:

    • Frauen sind kein Freiwild
    • Egal, was eine Frau anzieht: Es gibt euch KEIN Recht, euch sexistisch aufzuführen!
    • Egal, was eine Frau für körperliche Attribute hat: Es gibt euch KEIN Recht, euch sexistisch aufzuführen!
    • Egal, wieviel eine Frau mit euch flirtet: Es gibt euch KEIN Recht, euch sexistisch aufzuführen!
    • Egal, was ihr für ein Weltbild gegenüber Frauen habt: Es gibt euch KEIN Recht, euch sexistisch aufzuführen!
    • Egal, was irgendwelche Kerle über eine Frau erzählen: Es gibt euch KEIN Recht, euch sexistisch aufzuführen!
    • Egal, wie überlegen ihr euch fühlt: Es gibt euch KEIN Recht, euch sexistisch aufzuführen!

    Egal was: Ihr habt einfach KEIN Recht, euch sexistisch aufzuführen! Frauen sind keine Sexobjekte, Frauen sind nicht minderwertig, Frauen sind euch nicht unterlegen, Frauen sind kein Freiwild für euch, Frauen sind nicht dümmer als ihr!

    Und ja: Letztlich entscheidet die Frau, was sexistisches Verhalten ist. Genau so, wie ihr andersrum genau das gleiche Recht habt, wenn es euch JEMALS geschehen sollte, dass eine Frau sich euch gegenüber so aufführt, wie ihr das ihnen gegenüber täglich tut. Das ist GANZ einfach.

    Meine Güte, ist das so schwer zu verstehen?

    Mein Arbeitsplatz ist mein Kampfplatz für den Frieden

    Ja, bei einem derart ausgestatteten Arbeitsplatz bleibt auch noch Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. :-)

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